Nur wenige Stunden vor Anpfiff der Partie kam der große Schock über die Medien: Aller Voraussicht nach wird die HBL dem DHC Rheinland die Lizenz für die zweite Bundesliga verweigern!
Den meisten Fans, die sich eigentlich sehr auf das Spiel gegen den direkten Liga-Konkurrenten gefreut hatten, war die gute Laune vergangen und die Stimmung nunmehr getrübt.
Insolvenzverwalter Dr. Dirk Andres fehlt für diese Entscheidung jegliches Verständnis, wurden doch alle erforderlichen Unterlagen nach sorgfältiger Prüfung durch Wirtschaftssachverständige eingereicht und die Auflagen erfüllt.
Das Handballforum Dormagen ist der Meinung, dass diese Entscheidung der HBL, dem DHC Rheinland keine Lizenz für die zweite Liga zu erteilen, eine Entscheidung gegen den Handballsport schlechthin ist und die HBL sich dadurch letztendlich selbst schadet, sie vielleicht gar unglaubwürdig macht.
Nichtsdestotrotz zeigten die Spieler des DHC durch ihre unglaubliche Moral und ihren unbändigen Siegeswillen, dass sie trotz aller widriger Umstände ein sportliches Zeichen setzen können. Als die Eulen merkten, dass ihnen alle Felle davon zu schwimmen drohten, wurde das Spiel ruppiger und unschön. Ein hässliches Foul an Fabian Böhm bedeutete das Aus durch die Rote Karte für Christian Dissinger.
Mit mannschaftlicher Geschlossenheit und großem Kampf gelang der Mannschaft um Trainer Kai Wandschneider am Ende ein nie wirklich gefährdeter Sieg.
Auch wenn es letzten Endes rechnerisch keine Rolle mehr spielt: mit 10:44 Punkten ist der DHC zwar immer noch Tabellenletzter, aber nur noch einen Punkt hinter dem TSV Hannover-Burgdorf, der HSG Ahlen-Hamm und den Eulen.
Für die Moral der Mannschaft jedoch ist dies überaus wichtig, denn jeder einzelne Spieler hofft, dass die Saison zu Ende gespielt werden kann und dass es für den DHC trotz allen negativen Aussichten in der Zweiten Handball-Bundesliga weitergehen kann.
Artikel von Elvira Seidel und Sebastian Seidel.
Dormagen: Vortmann, Schlingmann; Holst (1), Immel, Plaz (1), Wernig (7), Linder, Dmytruszynski, Wittig (3), Mahé (4), Lindt (3), Böhm (3), Lochtenbergh (7/2), Konitz (1).
Friesenheim: Klier, Bozic; Grimm, Kogut, Dietrich (4), Müller, Brandt (2), Pevnov (4), Matschke (6/4), Ancsin (3), Ruß, Veta (2), Becker, Dissinger (5).
...von Herbert Kurth!