Die Luft war heiß und die Fans standen unter Spannung in der heimischen HR-Commitment-Arena. So war das Spiel für den TSV Dormagen wie auch für GWD Minden ein immens wichtiges: es ging um den Klassenerhalt in der 1. Handball-Bundesliga.
Nachdem die Mannschaft von GWD Minden gut zwei Drittel der 1. Halbzeit mit durchschnittlich zwei Toren in Führung lag, folgte zu Beginn der zweiten Halbzeit ein offener Schlagabtausch.
Dormagen drehte zum Ende hin das Spiel und führte 10 Minuten vor Schluss mit drei Toren. Der tosende Jubel der heimischen Fans war jedoch nicht von Dauer, der Vorsprung schwand wieder, denn fortan deckte Minden Florian Wisotzki kurz und nahm ihn somit aus dem Spiel. Das hatte zur Folge, dass der heimische TSV minutenlang ohne Torerfolg blieb.
Die schwache Leistung des Schiedsrichter-Gespanns Methe/Methe sorgte in den Schlussminuten für Unverständnis und große Aufregung auf den Rängen.
Mehrere Zeugen meinten gesehen zu haben, dass Minden mit nicht zulässigen acht Spielern auf dem Feld war. So wurde ein Torwurf von Florian Wisotzki abgefangen. Minden bekam drei Sekunden vor dem Schlusspfiff einen Freiwurf zugesprochen, der an den Pfosten knallte.
Maciej Dmytruszynski, der gerade eine Zwei-Minuten-Strafe absaß, lief voller Freude über den vermeintlichen Sieg voreilig aufs Spielfeld, kassierte dafür erneut zwei Minuten, nachdem Uwe Stemberg dies moniert hatte. Max Holst musste daher auf die Bank, der Freiwurf wurde wiederholt, weil der Ball laut Schiedsrichter den Fuß eines TSV-Spieler berührt hatte. Diesmal fand der Ball den Weg ins Tor zum 31:31.
Die Rangeleien und Streitigkeiten zwischen den Fans bereits in der Halbzeit waren absolut überflüssig, genau wie die unübersichtliche Situation um Uwe Stemberg von der Spielaufsicht.
Ein unrühmliches Ende einer umstrittenen Partie! Welche Konsequenzen diese Geschehnisse haben werden, bleibt abzuwarten.