2. Handball-Bundesliga

Die Wiesel des TSV Bayer Dormagen

Bittere 26:30-Niederlage der Bohrmänner in Saarlouis!

Uhr,  

Der TSV Bayer Dormagen verliert das Auswärtsspiel bei der HG Saarlouis mit 30:26 (17:12) Toren und fällt damit wieder auf den ersten Abstiegsrang (17. Platz) in der 2. Handball-Bundesliga.
Brach leider nur einmal erfolgreich durch die gegnerische Abwehr: Jonathan Eisenkrätzer.

Es war alles drin gestern bei der brisanten Auswärts-Partie des TSV Bayer Dormagen gegen die HG Saarlouis. Beide Vereine kämpfen um den Ligaverbleib. Für die Rheinländer hätte das Spiel vor rund einhundert mitgereisten Fans aus Dormagen mit einem Sieg ausgehen sollen & können! Nun aber haben beide wieder die Tabellenplätze getauscht: Der TSV befindet sich auf dem ersten (17.) Abstiegsplatz und Saarlouis nun auf dem ersten (16.) sicheren Tabellenplatz.

Zu Beginn schon ausgeknockt

Alexander Kübler

Und der Sieg für die Saarländer war verdient, denn die Gäste ließen sich zu Beginn schon ausknocken, hatten sich durch die harte, mitunter allerdings grenzwertige Gangart der Gastgeber frühzeitig den Schneid abkaufen lassen. Die Bohrmänner wollten möglicherweise zu früh zu viel, waren übermotiviert, denn dann passierte nämlich genau das Gegenteil von dem, was man eigentlich wollte: Dem TSV gelang kaum etwas, Chancen blieben ungenutzt liegen, die Fehlerquote stieg an, die Abwehr stimmte nicht und ließ Sven Bartmann (16 Paraden, davon ein 7er) anfänglich im Stich. Daran änderte auch die eilends einberufene Auszeit vom Dormagener Coach in der 9. Minute beim Stande von 5:1 nichts. Bis zum Pausenpfiff beim Stand von 16:12 blieben auch noch drei Siebener plus zwei Nachwürfe ohne Erfolg, ebenso ein sicher geglaubter Tempogegenstoß.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Nejc Poklar

Die zweite Spielhälfte begann wie die erste endete, mit einem erfolglosen Tempogegenstoß. Dann der nächste Strafstoß (insgesamt 9!) - Nejc Poklar (7/5) brachte schließlich die notwendige Sicherheit auf, den Siebenmeter, wie auch die folgenden, zum 18:14 (34. Min.) zu verwandeln. Der TSV kam etwas besser ins Spiel, die Abwehr stand wesentlich sicherer und Sven Bartmann konnte mit dieser Unterstützung die Anzahl seiner Paraden steigern. Rechtsaußen Robin Doetsch erzielte innerhalb 15 Minuten vier seiner sechs Treffer. In der 38. Minute kassierte Bastien Arnaud, erst Sekunden auf der Platte, direkt eine Zeitstrafe. Die Stimmung wurde immer mehr aufgeheizt, nicht zuletzt durch einige strittige Entscheidungen der beiden Unparteiischen, durch die sich die Bohrmänner leider beeinflussen ließen. In der 44. Minute eine weitere Auszeit von einem sichtlich angefressenen TSV-Coach. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Es ging noch einmal ein Ruck durch das Team, phantastisch unterstützt und angefeuert von rund 100 Dormagenern, in der 55. Minute kamen die Gäste durch den Siebenmeter von Poklar auf 25:23 heran. Doch Bastien Arnaud bekam in der 57. Minute wieder eine (strittige) Zeitstrafe, die den TSV denkbar schwächte und der Chance beraubte, vielleicht wenigstens ein Unentschieden zu erreichen. Am Ende jedoch siegte Saarlouis verdient mit 30:26 Toren.

Wir wünschen uns...

Die 1. Mannschaft des TSV Bayer Dormagen

...dass die zukünftigen Unparteiischen beide Seiten gleich behandeln & ein sensibles Händchen & feines Gespür für die Brisanz der „End-Spiele“ haben. Alles andere hat der TSV in der Hand! Die Zuschauer und Fans unterstützen die Mannschaft nach besten Kräften, geben alles wie auch die Spieler es tun! Die nächste Gelegenheit dazu ist am kommenden Samstag: Am 25. April um 19 Uhr ist der HC Empor Rostock zu Gast im Sportcenter! Wir wollen einen Sieg und zwei überlebensnotwendige Punkte!

Wir sehen uns im Sportcenter, wir rocken die Halle! Die Jungs brauchen uns!

Statistik:

HG Saarlouis - TSV Bayer Dormagen 30:26 (16:12)

Saarlouis: P. Schulz, Jonczyk (ab 15.); Krings (7), Faulenbach (3), Leist (3), Janiszewski, Spiljak, Kessler (3), Walz (4), Weissgerber (1), Holzner (2/1), M. Schulz (1), Klyuyko (1), Riganas (5).

Dormagen: Bartmann; Bettin (4/1), Genz, Plaz (3), Eisenkrätzer (1), Poklar (7/5), Doetsch (6), Kübler (2), Damm, Noll, Marquardt, Arnaud, Basic (3).

Schiedsrichter: Jan und Manuel Lier.
Zuschauer: 1550.
Zeitstrafen: 12:8 Minuten. 
Siebenmeter: 1/3:6/9 (Bartmann hält gegen Holzner, der zudem einmal an den Pfosten wirft - Basic wirft an die Latte und scheitert an Jonczyk, ebenso wie Bettin).
Spielfilm: 3:0 (4.), 6:1 (11.), 10:7 (16.), 14:11, 16:12 - 16:13, 18:13, 22:16 (41.), 24:21 (50.), 25:23 (54.), 27:23, 27:24, 28:24, 30:26.

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