2. Handball-Bundesliga

Die Wiesel des TSV Bayer Dormagen

Die zwei Big-Points bleiben am Rhein: TSV siegt vs. Essen mit 30:25!

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Der TSV Bayer Dormagen gewinnt das West-Derby gegen den TuSEM Essen mit 30:25 (16:8) Toren.
Bester Werfer der Partie mit 7 Toren: Alexander Kübler oder wie ein Fan ihn nannte "Kübi, die Maschine"!

Das spannungsgeladene Vier-Punkte-Spiel zwischen dem TSV Bayer Dormagen und dem TuSEM Essen bot den 1709 heimischen und Essener Zuschauern von der ersten bis zur letzten Minute die ganze Palette an Emotionen. Schließlich kämpfen beide Vereine um Punkte gegen den drohenden Abstieg, entsprechend nervös waren beide Teams zu Beginn. Aber wer würde den längeren Atem im West-Derby haben? Zumal dem TSV mit Sebastian Damm und Maximilian-Leon Bettin (beide Knieprobleme) weitere Ausfälle neben Peter Strosack und Max Jäger drohten – keine guten Aussichten. Doch wer früh genug in der Halle war konnte sehen, dass beide Spieler sich warm machten – ein großes Dankeschön an die medizinische Abteilung für ihre hervorragende Arbeit und Betreuung!

Volle Kraft voraus

Dennis Marquardt

Der TSV legte schnell die Nervosität ab und zeigte sich nach den ersten beiden Treffern von Dennis Marquardt (2) und Robin Doetsch (6) zum 2:0 wild entschlossen, die Partie nicht mehr aus der Hand zu geben. Essen glich in der 6. Minute durch einen Siebenmeter aus, doch nach einem schönen Anspiel von Marijan Basic (5) an Dennis Marquardt schloss der Kapitän trotz schmerzhafter Schulterprobleme erfolgreich zum 3:2 ab. Noch einmal glichen die Gäste aus zum 4:4 in der 10. Minute, das sollte jedoch der letzte Gleichstand sein. Die Devise des TSV war nun: Volle Kraft voraus – und das setzten die immer sicherer werdenden Bohrmänner auch um. Die Deckung stand wie eine Mauer, Sven Bartmann (15 Paraden) hielt die wichtigen Bälle, und Alexander Kübler erzielte nach zwei Toren von Basic drei blitzschnelle Tore nacheinander zum 8:5 (14. Min.). In Unterzahl jagte Maximilian-Leon Bettin (5/1) drei Minuten später das Leder nach präzisem Anspiel von Basic zum 9:6 ins Netz.

TSV spielt Essen schwindelig

Robin Doetsch

Das 10:6 markierte wieder Kübler nach einem klasse Anspiel von Bettin. Die Halle tobte inzwischen, die Fans und Zuschauer auf beiden Seiten trommelten, klatschten und brüllten ihre Slogans um die Wette, alle gaben alles – auch die Jungs auf der Platte, die spielten Essen nun regelrecht schwindelig. Jó Gerrit Genz (2) startete in der 23. Minute mit seinem ersten Treffer, Pascal “Pasi“ Noll (3) folgte ebenfalls mit seinem ersten Tor und so ging es munter weiter mit drei Hütten von Robin Doetsch (6) und zum Pausenpfiff traf Max Bettin zum 16:8. Die Essener Gäste fanden in dieser 7-Minuten-Phase kein geeignetes Mittel, die 6:0-Torflut zu unterbrechen, Lasse Seidel (5/2) scheiterte mit seinem Siebener auch noch am Pfosten.

12-Tore-Polster für den TSV

Marijan Basic

Die Gastgeber kamen überraschend schnell und voller Elan aus der Kabine, heiß auf die zweite Halbzeit und zwei Punkte. Essen's Trainer Mark Dragunski brachte für Hannes Lindt (1) und Dennis Szczesny (2), beides ehemalige Dormagener, mit Jonas Ellwanger (2) und Carsten Ridder (1) „frisches Blut“ auf das Spielfeld. Essen kam nun etwas besser ins Spiel, doch die Schützlinge von Jörg Bohrmann blieben ihrer Linie und dem schnellen Spiel treu und trafen fast nach Belieben. In der 42. Minute scheiterte Alex Kübler an Sebastian Bliß, doch Noll fischte den Ball von außen ab und verwandelte zur ersten zweistelligen Tordifferenz auf 24:14. Zwei Minuten später scheiterte Gerrit Genz ebenfalls an Bliß, und wieder fischte Pasi Noll den Ball ab und schafft so das 26:15. Marijan Basic setzte sogar noch einen drauf, durch seinen Treffer zum 27:15 (47. Min.) schraubte sich die Differenz auf 12 Tore.

Essen's Weckruf – Dormagen's Sieg

Sven Bartmann

Die Dormagener Fans waren schier aus dem Häuschen, war man doch dabei, den Konkurrenten im Abstiegskampf zu demontieren! Wenn jetzt nur nicht wieder solch ein Einbruch käme, dachten viele. Doch die Kräfte und Konzentration ließen einfach nach beim Gastgeber und Essen wurde wach und nutzte konsequent die sich immer mehr einschleichenden Fehler aus. Marijan Basic konnte seinen Siebener nicht verwandeln, Dennis Marquardt kassierte seine zweite Zeitstrafe, ebenso Robin Doetsch. Nun hatten nämlich die Gäste einen 6:0-Lauf, es stand 27:21. Dann schaffte Max Bettin mit seinem Siebener das 28:21. Es war in der 56. Minute, als Sven Bartmann, auf den auch in diesem Duell Verlass war, wohl vielleicht seine wichtigste Parade zeigte und die Mannschaft noch einmal alle Kräfte mobilisierte. Zwei Minuten vor Ende der Partie erhoben sich die Zuschauer von ihren Plätzen, pushten das Team noch einmal. Essen traf zum 28:23, der Vorsprung war auf fünf Tore geschmolzen. Dann passte Basti Damm auf Robin Doetsch, der traf zum 29:23, und den erlösenden Schlusstreffer setzte Bastien Arnaud, gerade erst aufs Spielfeld gekommen, zum Sieg mit 30:25. Die wohl-verdiente Humba stimmte dieses Mal Marijan Basic mit Unterstützung von Robin Doetsch an.

Welch ein Glück, dass wir einen solchen Vorsprung hatten und den Sack zugemacht haben! Engel

Wie geht es weiter?

Robin Doetsch und Marijan Basic

Das nächste Heimspiel findet am Samstag, den 11. April, um 19 Uhr im Sportcenter statt. Gast ist dann Schlusslicht Eintracht Baunatal. Jetzt hat die Mannschaft erst einmal Trainingspause und kann sich über Ostern etwas erholen.

An dieser Stelle möchten wir Tobi & Jola Plaz ganz herzlich zur Geburt ihrer zweiten Tochter mit dem schönen Namen Paulina gratulieren. Wir wünschen euch alles Gute!

Wir wünschen allen Frohe Ostern, und sehen uns am nächsten Samstag im Sportcenter beim Kampf um die nächsten Punkte! lächelnd

Statistik:

TSV Bayer Dormagen - TUSEM Essen 30:25 (16:8)

Dormagen: Bartmann, F. Genz; Bettin (5/1), J.G. Genz (2), Plaz, Eisenkrätzer, Poklar, Doetsch (6), Kübler (7), Damm, Noll (3), Marquardt (2), Arnaud (1), Basic (4/1).

Essen: Donderis Vegas, Bliß; Ellwanger (2), Schlüter, Keller, Hegemann (6/3), Seidel (5/2), Lindt (1), Hornyak (5), Szczesny (2), Ridder (1), Trodler (2), Mürköster (1).

Schiedsrichter: Thöne/Zupanovic (Berlin).
Zuschauer: 1709.
Zeitstrafen: 10:8 Minuten.
Siebenmeter: 2/3:5/6 (Basic wirft an die Latte - Seidel an den Pfosten).
Spielfilm: 4:2 (7.), 4:4 (10.), 7:4 (12.), 10:6 (18.), 10:8 (22.), 16:8 - 24:14 (42.), 27:15 (47.), 27:21 (53.), 29:23 (58.), 30:25.

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