2. Handball-Bundesliga

Die Wiesel des TSV Bayer Dormagen

Dormagen holt ersten Heimsieg gegen Wilhelmshavener HV

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Patrick Hüter führt den Innenblock der TSV-Abwehr an.
Starker Innenblock der TSV-Abwehr.

Immerhin 1086 Zuschauer hatten sich zum 4. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga an einem lauen Spätsommerabend im TSV Bayer Sportcenter eingefunden, um die Partie der TSV-Wiesel gegen den Wilhelmshavener HV anzuschauen. Für die Gastgeber ging es um die Standortbestimmung, das erste Meisterschaftsspiel ging bekanntlich mit 21:29 zu Gunsten des Erstliga-Absteigers TuS Nettelstedt-Lübbecke aus. Auch für den WHV war der Druck nach der Niederlage gegen Nettelstedt und 3:3 Punkten aus den ersten drei Spielen gestiegen. Für die Gastgeber standen 2:4 Punkte zu Buche. Somit ging es für beide Teams um wichtige Zähler für das Ziel Klassenerhalt.

Sand im Getriebe

Torhüter Gorgö Rózsavölgyi hält den 2. Siebenmeter von Tobias Schwolow.

Wie gut, dass der TSV Bayer Dormagen einen relativ großen Kader hat, denn mit der Verletztenmisere fielen Daniel Eggert, Heider Thomas, Tyron Hartmann, Sven Bartmann, Janis Boieck und Julian Köster immer noch aus. Weitere Spieler waren angeschlagen und wurden unter der Woche geschont. So mussten andere in die Bresche springen und die haben ihre Arbeit in dem schnellen Spiel richtig gut gemacht. „Wir kennen die Stärken der Norddeutschen und sind darauf eingestellt", hatte Trainer Ulli Kriebel die Marschroute seiner Schützlinge für die Partie gegen die Gäste aus dem Norden angekündigt. Die ersten Tore für den TSV erzielten Ian Hüter (4), Eloy Morante Maldonado (3) und per Siebenmeter Tim Wieling (8/5) zum 3:1. Doch da war noch ein wenig Sand im Getriebe und flugs stand es 3:3 in der neunten Minute. Die Wiesel legten wieder vor, so zeichnete Patrick Hüter mit einem schönen Konter für das 6:3 verantwortlich (14. Minute). Doch lange hielt der Vorsprung nicht, denn die Wilhelmshavener führten plötzlich in der 21. Minute durch zwei Tore von Duncan Postel (5) mit 9:8. In den verbleibenden neun Minuten schafften die Wiesel nach Treffern durch Joshua Reuland (4), Wieling, I. Hüter und Morante Maldonado zwar mit 12:10 wieder einen Vorsprung, der aber wurde durch René Drechsler (2) und Yannick-Marcos Pust (4) wieder egalisiert. Zum Pausenpfiff stand es 13:13.

Auf der Jagd nach Punkten

Joshua Reuland bei einem Konter.

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte hakte es noch etwas bei den Gastgebern, so legte der WHV durch Pust direkt zum 14:13 vor und zwei Minuten später traf Tobias Schwolow (8/6) mit einem Siebener noch einmal zur 15:14-Führung. Das sollte allerdings die letzte sein. Denn die Kabinenansprache von Ulli Kriebel hatte das Wiesel-Team wach gerüttelt, ihre Sinne geschärft und die Reserven herausgekitzelt. Da waren sie wieder, Konzentration, Körperspannung, Spiellust und Spritzigkeit! Sofort war auch die Halle da, die Fans witterten Morgenluft. Patrick Hüter (2) „schoss“ das 19:18 und Tim Wieling wieder mit einem Siebenmeter traf zum 20:18. Und dann kam die Glanzphase von Gorgö Rózsavölgyi (12 Paraden)! 44. Minute einen Siebener von Schwolow gehalten. 45. Min. Ian Hüter traf zum 21:18. 46. Min. Gergö Rózsavölgyi mit einer Mega-Parade. 48. Minute wieder eine tolle Parade. Inzwischen stand die Halle Kopf. 50. Min. Zuspiel von Rózsavölgyi auf Joshua Reuland mit dem Treffer zum 22:19. Noch eine Glanzparade von Rózsavölgyi. Nuno Rebelo (4) traf zum 25:21und Gergö Rózsavölgyi entschärfte den nächsten Siebener (57. Min.) von Schwolow! Am Ende gewinnen die Wiesel des TSV Bayer Dormagen verdient mit 25:22 (13:13) und stehen im Augenblick mit 4:4 Punkten auf Platz 11 der Tabelle. Die Gäste hatten nichts mehr zuzusetzen. Ein enttäuschter Christian Köhrmann resümierte, dass man mit so vielen technischen Fehlern und fast 20 Fehlwürfen nicht gewinnen kann. Die Wiesel starteten einen Riesenjubel und Freudensprünge mit der gesamten Mannschaft unter dem Beifall der Fans von den Rängen. Und natürlich war die erste HUMBA in der 2. Handball-Bundesliga fällig, angestimmt von Kapitän Patrick Hüter machte die ganze Halle mit. Am Ende gingen die glücklichen Wiesel durch die Reihen, um die Fans abzuklatschen und sich für die tolle Unterstützung zu bedanken.

Jungs, ihr habt eure Arbeit richtig, richtig gut gemacht! So kann es weitergehen zwinker

So geht‘s weiter

Am 5. Spieltag der Saison 2018/19 in der 2. Handball-Bundesliga müssen die Wiesel des TSV Bayer Dormagen beim HSC 2000 Coburg auflaufen. Die Partie wird am Samstag, 22.09.2018 um 19:30 Uhr in der HUK-Coburg Arena angepfiffen. Beim nächsten Heimspiel geht es am Freitag, 28.09.2018 im TSV Bayer Sportcenter gegen den TV Großwallstadt. Das Aufsteiger-Duell des 6. Spieltages startet um 19:30 Uhr. Wir sehen uns spätestens im Sportcenter!

Zu guter Letzt

Wir wünschen unseren verletzten und kranken Wieseln gute und baldige Genesung. Pflaster

Statistik:

TSV Bayer Dormagen - Wilhelmshavener HV 25:22 (13:13)

Dormagen: Rózsavölgyi (12 Paraden), Broy (bei zwei 7m); Morante Maldonado (3), Reuland (4), Pyszora (n.e.), Rebelo (4), Stutzke, Wieling (8/5), Richter, I. Hüter (4), P. Hüter (2), Löfström, Jagieniak (n.e.), Braun (n.e.).

Wilhelmshaven: Doden (8 Paraden), Lüpke (ab 54. und bei einem 7m, 2 Paraden); Ten Velde (3), Maas (n.e.), Lehmann (n.e.), Kalafut, Postel (5), Schauer, Köhler, Kozul, Schwolow (8/6), Andrejew (n.e.), Drechsler (2), Pust (4).

Schiedsrichter: Heine / Standke.
Zuschauer: 1086.
Zeitstrafen: 4:4 Minuten.
Siebenmeter: 5/6:6/8 (Wieling wirft über das Tor - Rózsavölgyi hält zweimal gegen Schwolow).
Spielfilm: 3:3 (9.), 6:3 (14.), 6:6 (17.), 7:6, 8:9 (21.), 12:10 (26.), 12:12, 13:13 - 14:15, 16:15, 18:18 (38.), 21:18 (45.), 22:20 (51.), 24:20 (53.), 25:21 (57.), 25:22.

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