3. Handball-Liga (West)

„Englische Woche“ für den TSV endet in Krefeld mit 14. Sieg in Folge!

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Der TSV Bayer Dormagen gewinnt auswärts bei der HSG Krefeld mit 38:36 (14:10) Toren.
Wenige Sekunden nachdem Frederic Rudloff einwechselte, warf er sein Tor! (Archivfoto Hinspiel).

Seit nunmehr 24 Spielen ungeschlagen konnte der TSV Bayer Dormagen am gestrigen Abend in der Sporthalle Königshof vor 600 Zuschauern seinen 34:23-Auswärtsieg gegen die HSG Krefeld feiern! Wer von den verbleibenden fünf Gegnern vermag dem TSV noch eine Niederlage beibringen? Alle! Jeder Gegner kann für eine Überraschung sorgen und somit möglicherweise den Aufstieg des TSV gefährden.

Wundertüte TSV

Man muss sich schon verwundert die Augen reiben, denn diese Mannschaft ist wie eine Wundertüte! Es ist nahezu egal wer ausfällt, der Trainer und das Team finden eine Lösung, können die Ausfälle kompensieren – irgendwie. Einer für alle – alle für einen. Dass das auf Dauer natürlich auf die Kraft und die Knochen geht, versteht sich von selbst. Das wurde phasenweise auch gestern deutlich.

Zähes Spiel

Simon Ernst (8/1) lieferte in der 2. Minute das erste Tor, die HSG traf direkt danach durch Thomas Pannen (2) zum 1:1. In einem zunächst zähen Spiel sollte der Treffer von Kapitän Tobias Plaz (6) zum 6:2 (9.) für satte 10 Minuten der letzte sein. Die Mannschaft von Olaf Mast kam nämlich inzwischen besser ins Spiel und so bis auf ein Tor zum 6:5 (16.) heran. Beim TSV hakte der Spielfluss im Angriff, und es gab eine Reihe „Würfchen“, die für HSG-Schlussmann Philipp Ruch (10 Paraden) kein Problem darstellten. Simon Ernst beendete die lange Torflaute des TSV in der 19. Minute mit dem 7:5. In den verbleibenden 11 Spielminuten „sortierten“ sich die Dormagener wieder besser und schafften einen Vorsprung von vier Toren zum Pausenstand von 14:10.

Frischer Wind auf der Platte

Die zweite Halbzeit begann ähnlich wie die erste. Es gab zwar sieben Tore (21:17) für den TSV bis zur 44. Minute, aber auch wieder vermeidbare „Lustbälle“, was für die Spieler selbst unfassbar zu sein schien. Auch die HSG hatte sieben Treffer gelandet und sich nach einem zwischenzeitlichen Rückstand von sechs Toren mit großem Kraftaufwand wieder auf vier Tore heran gekämpft. Auf Dauer jedoch konnten die Krefelder der bärenstarken Abwehrreihe um Dennis Marquardt (1) nicht mehr standhalten. Sebastian „Basti“ Damm (3) sorgte in der letzten Viertelstunde (23:18, 47.) für frischen Wind auf der Platte, und die Gastgeber konnten den 11 folgenden Toren des Tabellenführers nur noch fünf entgegen setzen. Davon trafen Simon Ernst noch vier und Alex Kübler (4) zwei Mal, ehe Frederic „Freddy“ Rudloff, erst Sekunden zuvor eingewechselt, den 10-Torerückstand (30:20) markierte. Auch Jonathan Eisenkrätzer reihte sich wie Jó Gerrit Genz mit je einem Treffer in die Torschützenliste mit ein.

Schlenzer und Kempa-Trick

Zwei der schönsten Tore lieferten Markus Breuer und Basti Damm. In der 43. Minute war vor dem Krefelder Tor kaum ein Durchkommen. Im Laufe des Spielzuges befand sich Breuer (Linksaußen) im Rückraum – und machte aus der Not eine Tugend: Mit einem tollen Schlenzer überraschte er die eigenen Vorderleute wie auch den verdutzten Gegner (20:16) und begeisterte die vielen Dormagener Fans. Und in der Schlusssekunde erfasste Gerrit Genz im Lauf blitzschnell die Situation vor dem Tor des Gegners, passte auf Basti Damm, und der beförderte das Runde ins Eckige zum 34:23-Endstand. Ein gelungener Kempa-Trick!

Für Olaf Mast ist TSV der Aufstiegs-Favorit

Für HSG-Trainer Olaf Mast fiel das Ergebnis dieses sportlichen Highlights „fünf bis sechs Tore zu hoch“ aus, seine heimstarke Mannschaft hatte alles gegeben, aber in den letzten Minuten einfach keine Kraft mehr. Gleichwohl erkennt Mast die klasse Leistung des Tabellenführers an, für ihn ist der TSV der große Favorit für den Aufstieg.

Wie geht’s weiter?

Als nächstes geht es im Sportcenter am Samstag, 29. März um 19 Uhr, gegen den VfLGladbeck, der aktuell auf dem 14. Tabellenplatz rangiert. Zuschauer aus Korschenbroich, Meerbusch und Kaarst haben freien Eintritt gegen Vorlage des Personalausweises.

Fünf (End-) Spiele stehen für den TSV noch an, für jedes einzelne braucht es mannschaftliche Geschlossenheit, hohe Konzentration, Kampfgeist und Siegeswillen - all dies hat das Team von Jörg Bohrmann.

Auf geht’s TSV-Fans – verwandelt das Sportcenter am Samstag in einen Hexenkessel!

Statistik:

HSG Krefeld - TSV Bayer Dormagen 23:34 (10:14)

Krefeld: Ruch (10 Paraden), Jaeger (ab 48.); Tenberken (4), Pletz (6), Plhak (3), Pannen (2), Weis, Gentges (1), Schmitz (2), Fietze, Szymanowicz (5/3), Spickers.

Dormagen: Bartmann (11 Paraden), Schmidt (bei einem 7m); Ernst (8/1), Damm (3), Genz (1), Plaz (6), Eisenkrätzer (1), Breuer (4/1), Rudloff (1), Doetsch (5), Kübler (4), Marquardt (1), Köhler.

Schiedsrichter: Van Hoang Chung / Andreas Huß.
Zuschauer: 600
Zeitstrafen: 6:2 Minuten.
Siebenmeter: 4/3:3/2 (Plhak wirft an den Pfosten, Breuer an die Latte).
Spielfilm: 2:1 (3.), 2:6 (9.), 5:6 (16.), 5:9 (20.), 8:10 (24.), 10:14 - 10:16, 13:16, 15:19 (42.), 18:24 (48.), 20:25, 20:30, 23:34.

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