3. Handball-Liga (West)

Die Wiesel des TSV Bayer Dormagen

Fulminantes Abwehrbollwerk sichert TSV Sieg über Longericher SC

Uhr, Elvira & Sebastian Seidel  

Eloy Morante Maldonado
Eloy Morante Maldonado (2) wieder im Einsatz.

Die beiden letzten Begegnungen mit dem TSV Bayer Dormagen hatte der Longericher SC für sich entschieden. Zumindest die TSV-Fans erwarteten das Derby mit Spannung, aus Köln kamen am Mittwoch jedoch weit weniger Zuschauer nach Dormagen als erwartet. Vielleicht dachte der ein oder andere LSC-Fan, dass ein Sieg auch diesmal eine klare Angelegenheit für sein Team sein würde. Doch dem war gestern nicht so. Vor 1192 Zuschauern im TSV Sportcenter machten die Gastgeber ab der 11. Minute deutlich, wer die Herren im Haus waren und rührten eine Abwehr aus Beton an.

Duell auf Augenhöhe...bis zur 11. Minute

Lukas Stutzke

Zunächst führte der Longericher SC mit zwei Treffern von Benjamin Richter (6/2), doch in der fünften Minute verwandelte Kevin-Christopher Brüren (6/1) den ersten Siebener, es folgte eine Minute später der erste von insgesamt sechs unhaltbaren schnellen Bällen von Lukas Stutzke zum 2:2. Bis zur 11. Minute legte der LSC vor und der TSV zog nach, das 4:5 durch Marian Dahlke war die letzte Führung für die Gäste. Die Dormagener trafen nun vorne und machten hinten dicht. Die Konstellation der erfolgreichen 4:2-Abwehr stellte die Kölner vor erhebliche Probleme, Trainer Christian Stark zog die Reißleine und nahm eine Auszeit (17. Minute). Doch Longerich traf erst neun Minuten nach dem letzten Tor durch Tim Hartmann (3) wieder, da hatte Valentin Inzenhofer (12 Paraden) bereits fünfmal hinter sich greifen müssen, es stand 9:6 (20. Min.) Zu allem Überfluss für die Gäste hatte kurz zuvor der bärenstarke Janis Boieck den Siebener von Benjamin Richter gehalten, wenige Minuten später auch noch den Strafwurf von Simon Schlösser, das brachte die Longericher vollends aus dem Konzept. Abgesehen von kleinsten Unkonzentriertheiten dominierten die Wiesel die Partie und spielten ihren „Stiefel“ herunter und Janis Boieck war ein sicherer Rückhalt hinter der Abwehr. Zum Pausentee stand es 13:8 für das Team von Ulli Kriebel.

LSC beißt sich am TSV die Zähne aus

Sebastian Linnemannstöns

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte traf Dustin Thöne zum 13:9, kurz darauf Christopher Wolf (2) zum 13:10 für die Kölner. Gäste-Trainer Christian Stark hatte den Torhüter herausgenommen, um die unfreiwillige „Bankpause“ von Dustin Thöne zu überstehen, doch der aufmerksame Ian Hüter (3) schickte das Spielgerät erfolgreich zum 15:10 über die Platte ins gegnerischen Gehäuse. Ein wenig Unruhe war ins Spiel gekommen, selbst die Schiedsrichter hatten einige Mühe, die Gemüter zu besänftigen. So gönnten sich dann auch die Wiesel eine sechsminütige „Pause“ nach dem Treffer von Sebastian Linnemannstöns (3) zum 17:10, der auch die „Pause“ mit seinem nächsten Tor zum 18:12 beendete. Aller guten Dinge sind drei – in diesem Fall hatte Janis Boieck den dritten (!!!) Siebener entschärft, nun war Joshua Reuland der Pechvogel. Es mag sicherlich Mannschaften geben, die in der letzten Viertelstunde schließlich entnervt und entmutigt die Flinte ins Korn geworfen hätten, doch Longerich tat dies nicht. Sie kämpften weiter um jeden Ball und um jedes Tor, konnten noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben. Am Ende trennte man sich verdient mit einem 29:20. Klar, mit einer solchen Vorführung hatten sicherlich nicht viele gerechnet, sowohl bei den Hausherren als auch bei den Gästen nicht. Der Überraschungsauftritt war den Wieseln mit einer überzeugenden, kämpferischen und leidenschaftlichen Mannschaftsleistung geglückt. Die Fans feierten die Mannschaft verdient mit stehenden Ovationen.

HUMBA

Eines noch zum guten Schluss – die HUMBA im Sportcenter ist ja nicht jedes mal bei einem Heimspiel fällig. Sie sollte etwas Besonderes sein und auch bleiben. Dennoch: Selten war eine HUMBA so schön wie gestern! Und wer durfte sie ausführen? Janis Boieck mit seinen 16 Paraden und drei gehaltenen Siebenmetern.

So geht‘s weiter

Nun folgt das Heimspiel gegen Schlusslicht ATSV Habenhausen am 25. November um 19 Uhr. Am 1. Dezember um 20 Uhr ist Aufsteiger SG Menden Sauerland zu Gast im Sportcenter.

Statistik:

TSV Bayer Dormagen - Longericher SC 29:20 (13:8)

Dormagen: Boieck (16/3 Paraden), Broy (n.e.); Carvalhais, Linnemannstoens (3), I. Hüter (3), Kübler (1), P. Hüter, Brüren (6/1), Jagieniak (n.e.), Morante Maldonado (2), Stutzke (6), Hüfken (n.e.), Wieling (8/4).

Longerich: Inzenhofer (12 Paraden), Schmidt (bei einem 7m und ab 53., 1 Parade); Koenen, Peters (2), Thöne (1), Hartmann (3), Reuland (1), Richter (7/2), Wittig (1), Mestrum (2), Schlösser (1), Wolf (1), Böing, Dahlke (1).

Schiedsrichter: Hallmann / Lieker.
Zuschauer: 1192.
Zeitstrafen: 6:6 Minuten.
Siebenmeter: 5/6:2/6 (Brüren scheitert an Inzenhofer - Boieck hält gegen Reuland, Schlösser und Richter, der zudem einmal an den Pfosten wirft).
Spielfilm: 0:2, 3:4 (8.), 4:5 (11.), 9:5 (19.), 12:7 (27.), 13:8 - 13:10, 17:10 (36.), 20:12 (48.), 23:14 (53.), 27:20, 29:20.

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