3. Handball-Liga (West)

Die Wiesel des TSV Bayer Dormagen

HSG Krefeld stoppt TSV Bayer Dormagens Siegesserie

Uhr, Elvira & Sebastian Seidel  

Alexander Kübler
Wiesel-Kapitän Alexander Kübler warf 2 Tore.

Im Spitzenspiel der 3. Handball-Liga West hatten am Freitagabend die Eagles der HSG Krefeld hauchdünn mit einem Tor gegen die Wiesel des TSV Bayer Dormagen gewonnen. 1409 Zuschauer, davon mindestens 300 Dormagener, sahen in der prall gefüllten Krefelder Glockenspitzhalle ein spannendes und bis zum Ende hart umkämpftes Spiel mit dem besseren Ende für die Männer um Trainer Olaf Mast. Mit dem 27:26 (11:15) war die Siegesserie der Wiesel gerissen. „Des einen Leid ist des anderen Freud“ heißt es in einem Sprichwort. Wobei dieses Mal das Leid beim TSV und die Freud beim Gegner, den Krefeldern lag. Die hatten denn auch Grund genug ihre zwei Punkte ausgelassen zu feiern, während die Dormagener enttäuscht die Köpfe hängen ließen.

Wiesel kamen gut in Fahrt

Matthias Broy

Dabei hatte alles so gut angefangen. Hellwach und hochkonzentriert starteten die Männer um Trainer Ulli Kriebel in das Derby, machten hinten dicht und vorne die Tore. Ian Hüter durfte sich in der siebten Minute mit einer Strafzeit auf der Bank ausruhen, da entschärfte passend in Unterzahl Matthias Broy (10/1 Paraden) einen Siebener, passte 60 Sekunden später genau auf Jan Hüfken (2), der das Spielgerät zum 2:5 in den Kasten beförderte. Die Gastgeber blieben dran und kämpften eisern, in der 22. Minute stand es nur noch 10:11. Doch die Wiesel besannen sich wieder auf ihre Stärken, trafen wieder und führten kurz vor der Pause mit fünf Toren. Jens-Peter Reinarz (5) gelang noch ein Gegentreffer, bevor man sich zum Halbzeitpfiff mit 11:15 trennte.

Abschlussschwäche vs. Leistungssteigerung

Ulli Kriebel

Kurz vor der Pause war schon ein wenig Hektik auf der Platte und das setzte sich in der 2. Halbzeit weiter fort. Innerhalb von zwei Minuten gab es drei Siebener, zwei für den TSV, davon einer verwandelt und einer für die HSG zum 15:17. Die Dormagener taten sich in der Folgezeit schwer Ruhe zu bewahren und das zeigte sich in zu frühen Abschlüssen und mangelnder Chancenverwertung, auch oder gerade frei vor dem Tor. Und die Gastgeber kamen mit einer klaren Leistungssteigerung heran. Ulli Kriebel nahm eine Auszeit (41. Minute) beim 18:18, um seine Männer neu einzustellen und Besonnenheit ins Team zu bekommen. Inzwischen hatten die Krefelder Lunte gerochen und spürten, dass ein oder gar zwei Punkte für sie drin waren. Die Mast-Schützlinge gingen mit dem 20:19 (44. Min.) durch Maik Schneider (4) in Führung und die Wiesel liefen hinterher. Die beiden Unparteiischen Anton Ekk und Sven Sachtleber verloren leider ein wenig den Überblick und ahndeten beim Einen zu viel, beim Anderen zu wenig. Mit dem 21:22 durch Lukas Stutzke und wenig später dem 22:23 durch Sebastian Linnemannstöns schöpften die Dormagener wieder Hoffnung auf einen Sieg. Doch Fehler, ein weiterer vergebener Siebener (von dreien) und das Tor von Simon-Horst Ciupinski (4) zum 25:23 acht Minuten vor Spielende machten den knappen Vorsprung von einem Tor wieder zunichte. Das Spiel wurde ruppiger und hitziger, die Wiesel kämpften, kamen wieder auf ein Tor heran, doch die erfahrenen Eagles schafften es mit dem 27:26 zwei heiß ersehnte Punkte gegen den TSV einzufahren.

Daniel Eggert & Fair Play

Daniel Eggert

In dem hitzigen Spiel hatten die Schiedsrichter ein vermeintliches Foul von Marcel Görden (5) an Daniel Eggert gepfiffen und Görden mit einer Zeitstrafe und auf einen Siebener für den TSV entschieden. Daniel Eggert jedoch klärte den Sachverhalt mit den Unparteiischen, nämlich, dass er gar nicht gefoult bzw. behindert wurde. Daraufhin korrigierten Anton Ekk und Sven Sachtleber ihre Entscheidung. Für so viel Fairness hat Daniel in der Tat einen Preis verdient. Die Zuschauer erhoben sich von ihren Sitzen und applaudierten dem sympathischen Dänen ausgiebig.

So geht‘s weiter

Das nächste Heimspiel ist schon in Sicht. Am kommenden Samstag, 30. September, ist TSV GWD Minden II zu Gast im TSV Bayer Sportcenter. Die Partie wird um 19 Uhr von den Schiedsrichtern Michael Meyer und Stephan Meyer angepfiffen.

Wir sehen uns in der Halle! lächelnd

Statistik:

HSG Krefeld - TSV Bayer Dormagen 27:26 (11:15)

Krefeld: Ruch (8 Paraden), Nippes (44.-48.); Schiffmann, Görden (5), Schneider (4), Vonnahme (1), Reinarz (5), Gentges (1), Liesebach (4), Zimmermann (2/1), Ciupinski (4), Janus (1), Kuhfuss, Heuft.

Dormagen: Broy (10/1 Paraden), Boieck (ab 49., 2 P.); Carvalhais, Linnemannstöns (1), Eggert, I. Hüter (2), Kübler (2), P. Hüter, Brüren (7/5), Morante Maldonado (4/1), Stutzke (6), Hüfken (2), Wieling (2/1), Jagieniak.

Schiedsrichter: Ekk / Sachtleber.
Zuschauer: 1409.
Zeitstrafen: 8:10 Minuten.
Siebenmeter: 1/2:7/10 (Broy hält gegen Reinarz - Ruch hält gegen Morante Maldonade und Brüren, der zudem einmal an den Pfosten wirft).
Spielfilm: 2:5 (11.), 5:6 (13.), 6:10 (18.), 9:10 (20.), 10:15 (28.), 11:15 - 16:17 (35.), 16:18, 18:18 (40.), 20:19 (43.), 21:22 (47.), 25:23 (52.), 26:25, 27:25, 27:26.

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