2. Handball-Bundesliga

Die Wiesel des TSV Bayer Dormagen

Interimstrainer Plaz & Marquardt erfolgreich vs. DJK Rimpar Wölfe

Uhr,  

Jó Gerrit Genz
Linkshänder Jó Gerrit Genz mit 10 Toren bester Werfer.

Nach Jörg Bohrmann‘s Rücktritt als Trainer des Zweitligisten TSV Bayer Dormagen am vergangenen Montagabend übernahm Tobias Plaz als Interimstrainer mit Unterstützung von Dennis Marquardt kurzerhand das Traineramt. Mit Erfolg! Denn die Wiesel gewannen vor 1007 Zuschauern zum ersten Mal gegen die DJK Rimpar Wölfe 34:29 (17:15).

Als Zuschauer auf der Tribüne

Jörg Bohrmann

Die Entscheidung zum Rücktritt vom Traineramt fiel Jörg Bohrmann nicht leicht, aber für ihn war und ist es wichtig, dass die Mannschaft weiterkommt, den Klassenerhalt schafft. Er „hoffe auf neue Impulse durch die Mannschaft", und „dass alle positiv nach vorne schauen können“. So verfolgte Bohrmann mit seiner Frau das Spiel aus ungewohnter Position von der Tribüne aus, daneben auch unser ehemaliger TSVler Markus Breuer.

Neue Impulse, ungeahnte Kräfte & viele Tore

Max Jäger

Die Hoffnung des ehemaligen Trainers erfüllte sich, es gab neue Impulse, die ungeahnte Kräfte herauskitzelten. Plaz und Marquardt setzten auf einfache Tore und Tempospiel, um „...die Gäste ein bisschen müde zu rennen". Und genau das klappte auch. Im siebten Spiel in 22 Tagen mussten die Rimparer Wölfe gegen einen wieder erstarkten, hellwachen TSV alles aufbieten. Dabei hatten die Dormagener nur neun Feldspieler auf dem Spielberichtsbogen stehen, es fehlten K. C. Brüren, Pascal Noll und Sergio Muggli. Und auf die Unterstützung durch die A-Jugend musste man verzichten, da diese ein immens wichtiges Spiel gegen GWD Minden vor der Brust hatten. Immerhin ging es bei den Junioren um die Teilnahme am Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft. Die Gastgeber starteten durch Jó Gerrit Genz (10) mit 1:0, doch die Wölfe bekamen direkt zu Beginn zwei Siebenmeter zugesprochen und führten in der vierten Minute mit 3:1. Alexander Kübler (4) erzielte nach Robin Doetsch (3) das 3:4, es folgte ein 4:0-Lauf des TSV bis zum 7:4. Die Gäste hatten zu diesem Zeitpunkt noch genug Körner zu kämpfen und dran zu bleiben, so stand es in der 29. Minute 15:15. Doch Maximilian-Leon Bettin verwandelte seine beiden Würfe in der 30. Minute zum relativ hohen 17:15 Pausenstand.

Die Spielfreude, der Wille & das Tor

Patrick Hüter

Auch in der zweiten Halbzeit warf Gerrit Genz (mit seinem sechsten Treffer) das erste Tor für den TSV zum 18:16. Robin Doetsch erzielte mit seinem Wurf das 20:16 (36. Min.), die erste Vier-Tore-Führung seit der 15. Minute. Von Anfang an war eine ganz andere Körperspannung bei der Mannschaft, man sah ihnen die Spielfreude an und spürte den unbedingten Siegeswillen. Auch konnten sie das Tempospiel weiterhin aufrecht erhalten, näher als bis auf drei Tore kamen die Gäste nicht mehr heran. Bis auf Basti Damm konnten sich alle Spieler in die Torschützenliste eintragen, unter anderem Patrick Hüter mit vier und Alexander Feld mit fünf Toren. Das Ligaschlusslicht TSV hatte die Wölfe „geknackt“, nicht zuletzt durch die satten 15 Paraden von Sven Bartmann und den Siebenmeter-Killer Max Jäger – unsere Jungs wissen wie sich das anfühlt, wenn der gegnerische Torhüter fast alles hält zwinkernd

Erleichterung, die Befreiung des Gerrit Genz & eine Humba

Jó Gerrit Genz stimmt HUMBA an.

Der 34:29-Sieg und die Spieler wurden vom Publikum und Jörg Bohrmann mit stehenden Ovationen und donnerndem Applaus gefeiert. Eine unglaubliche Erleichterung und Gelöstheit, aber auch Erschöpfung spiegelte sich in den Gesichtern der glücklichen Wiesel wider. Der Knoten war geplatzt, Tobi Plaz & Dennis Marquardt hatten das richtige Konzept, das war bei den Jungs angekommen, Gerrit Genz spielte wie befreit auf, kam auf 10 tolle Treffer. Und wer machte die Humba? Gerrit Genz natürlich als Top-Torschütze. Tobi Plaz machte im „Talk danach“ denn auch seiner Mannschaft ein großes Kompliment: „Wir sind über‘s Tempo gekommen, die Männer haben ihr Herz in die Hand genommen und gezeigt, was sie eigentlich können. Ich bin stolz auf die Mannschaft“ so Interimstrainer Plaz. Dieser verdiente Sieg war ein Befreiungsschlag, Tobi Plaz und Dennis Marquardt haben einen super Job gemacht. Doch diese Lösung sollte am besten schnellstmöglich von einem hauptamtlichen Trainer übernommen werden, da beide wieder zu ihrer Kernkompetenz zurückkehren möchten. Wie es künftig auf der Trainerposition weitergeht – wir wissen es nicht und lassen uns überraschen.

Übrigens, die TSV A-Jugend gewann ihr „Endspiel“ bei GWD Minden mit 26:22 Toren! Daumen hoch

Herzlichen Glückwunsch unserer 1. Mannschaft und unserer A-Jugend! Grins

So geht‘s weiter!

Wieseltanz!

Die Regenerationsphase ist nur kurz bei den Wieseln. Am kommenden Mittwoch, 16. März um 19 Uhr, sind sie zu Gast beim TV Emsdetten, derzeit auf Rang neun der Tabelle. Das wird hart & schwer, aber bis dahin sind wieder ein paar mehr Körner frei geworden. Das nächste Heimspiel im Sportcenter findet am Sonntag, den 20. März um 17 Uhr gegen den VfL Eintracht Hagen statt, aktuell auf dem 17. Platz der Tabelle.

Statistik:

TSV Bayer Dormagen – DJK Rimpar Wölfe 34:29 (17:15)

Dormagen: Bartmann, Jäger; Bettin (6/1), Genz (10), Eisenkrätzer (1), Doetsch (3), Kübler (4), Damm, Hüter (4), B. Marquardt (1), Feld (5/2).

Rimpar: Madert, Brustmann; L. Spieß (4), Kraus (3/1), Schömig (6/3), Bötsch (1), Schäffer (1), Schmidt (3/2), Kaufmann (7), Siegler, Bauer, T. Spieß, Brielmeier (2), Sauer (2).

Schiedsrichter: Linker/Schmidt.
Zuschauer: 1007.
Zeitstrafen: 6:8 Minuten.
Siebenmeter: 3/4:6/8 (Bettin scheitert an Brustmann – Jäger hält gegen Schmidt, Kraus wirft an den Pfosten).
Spielfilm: 2:4 (7.), 7:4 (12.), 10:6, 13:10, 17:15 - 17:16, 20:16, 23:18, 25:23, 28:24, 30:25 (52.), 31:28, 34:29.

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