3. Handball-Liga (West)

Die Wiesel des TSV Bayer Dormagen

TSV Bayer Dormagen holt gegen TuS Volmetal wichtige Punkte

Uhr, Elvira & Sebastian Seidel  

Linksaußen Pascal Noll
Erwischte einen richtigen Sahne-Tag: Pascal Noll (16/5)

Zunächst das Wichtigste: Der TSV Bayer Dormagen gewinnt vor 847 Zuschauern in einer zeitweise chaotischen Partie gegen den TuS Volmetal mit 35:33 (21:13) Toren! Warum chaotisch? Insgesamt 36 von 60 Minuten Spieldauer waren Hausherren (20 Min.) und Gäste (16 Min.) in Unterzahl, auch mal in doppelter und dreifacher, auf der Platte. Und Siebenmeter gab‘s auch reichlich: Fünf für den TSV, allesamt sicher von Pascal Noll (16/5) verwandelt und acht für den TuS. Da kann man mal den Überblick verlieren oder?

Erste Hälfte – erste Sahne

Starke Abwehrarbeit

Schon als die Jungs von Trainer Alexander Koke in die Halle einliefen, strahlten sie Selbstbewusstsein und unbedingten Siegeswillen aus. Die vielen Gespräche zwischen Trainern und Spielern hatten augenscheinlich einiges bewirkt. Spannung auch auf den Rängen, die heimischen Fans waren sofort lautstark dabei und sehr gespannt auf Verlauf und Ausgang der Partie. Hellwach und konzentriert bauten die Wiesel ihr Spiel ruhig auf, um dann blitzschnell das Leder ins gegnerische Netz zu katapultieren. Kevin Christopher Brüren (5) versenkte so den ersten, Alexander Kübler (7) den zweiten und Pascal Noll den dritten Ball zum 3:1 bevor Keeper Sven Bartmann das Spielgerät zum 4:1 zielgenau ins leere Tor der Volmetaler beförderte. In der 10. Minute verwandelte Top-Scorer Pascal Noll sicher den ersten von fünf Siebenern zum 6:2. Es folgten nacheinander zwei klasse Würfe von Bartmann direkt auf die „Vollstrecker“ Noll und Kübler zum 8:3 (14. Min.) Vorne traf der TSV und hinten rührte die Abwehr Beton an. Nahezu im Minutentakt musste Gästekeeper Sydney Quick nun die Bälle aus dem Netz fischen, die Gäste wirkten überfordert vom Tempo und Spielwitz der Dormagener, die weiterhin auch mit blitzsauberen Anspielen zum Torerfolg kamen. Leider brachten die Unparteiischen für beide Seiten große Unruhe in die letzten vier Minuten: Sieben Zeitstrafen! (3 TSV zu 4 TuS)... Zum Pausentee trennten sich die Teams mit einem 21:13.

Volmetal mit „zweiter Luft“

Fredrik Genz

Die Unruhe setzte sich auch in der zweiten Halbzeit fort. Den Gästen fehlte Frederik Kowalski (3) noch für einige Sekunden. Patrick und Ian Hüter hatten beide noch über eine Minute auf der Bank abzusitzen, da folgte die nächste Zeitstrafe für den TSV, diesmal musste „K.C.“ Brüren wegen eines Wechselfehlers dran glauben – die Hausherren waren nur noch zu dritt auf der Platte. Doch die Wiesel ließen sich (noch) nicht beirren, schafften die Strafzeit ohne Gegentreffer und so ging der Torreigen zunächst munter weiter. Volmetal hatte inzwischen seinen Torhüter gewechselt, zwischen den Pfosten stand nun Matthias Kilfitt. „Flügelflitzer“ Pascal „Pasi“ Noll hatte für die letzten drei Tore der ersten Spielhälfte gesorgt, nach dem Seitenwechsel ließ er direkt zwei weitere zum ersten 10-Tore-Abstand, 23:13, folgen. Alexander „Kübi“ Kübler markierte das 25:15, auf der anderen Seite sah Frederik Kowalski nach der dritten Zeitstrafe die rote Karte. Mathis Pötzsch (2) traf in der 40. Minute zum 28:19, die nächsten sieben Minuten blieb das TSV-Team ohne Torerfolg. Die starke Defensive in den ersten 30 Minuten hatte die Gastgeber viel Kraft gekostet, das zeigte sich nun durch kleine Unaufmerksamkeiten, die die Gäste immer besser nutzten. Volmetal roch Lunte, bekam die „zweite Luft“ und damit den Dormagenern immer näher. In der 44. Minute nahm Alexander Koke beim Stand von 28:22 eine Auszeit und schwor seine Männer noch mal auf einen Sieg ein. Doch der TSV tat sich schwer und steckte auch die folgenden Zeitstrafen für Jonathan Eisenkrätzer (49.) und Lars Jagieniak (52.) nicht so einfach weg. In den letzten 11 Minuten bekam der TuS Volmetal vier seiner acht Siebenmeter zugesprochen und Dormagen einen während der gesamten 2. Spielhälfte. Am Ende war der Siebener das letzte Tor für den TSV, Noll traf zum 35:32 und auf der anderen Seite machte Dennis Domaschk (4/1) den Treffer zum 35:33 Endstand.

Fazit

Wiesel-Tanz

Der TuS Volmetal hat es in einer Aufholjagd geschafft, den Dormagenern bis auf zwei Tore gefährlich nahe zu kommen. Das Team um Trainer Michael Wolf konnte sich in der 2. Halbzeit klar steigern, obwohl dem nun 13. der Tabelle West einige Leistungsträger fehlten. Die Spieler aus Volmetal hatten Moral bewiesen und sich achtbar geschlagen. Der TSV hatte ein ausreichendes Polster, um am Ende die zwei Punkte in Dormagen zu halten und bleibt damit auf dem 5. Tabellenplatz. Wobei noch einmal erwähnt werden muss, dass Pasi Noll mit 16 Toren fast die Hälfte der 35 Treffer im Alleingang erzielte! Zweitbester Werfer war Kübi Kübler, an dritter Stelle folgte K.C. Brüren mit fünf Hütten. Eine sehr gute erste Halbzeit will Fortsetzung haben. Möglichst in beiden Spielhälften. Gewinnen kann man nur, wenn die Mannschaft auch als Team fungiert. Am Samstag war es so. Gute Voraussetzungen für die nächsten Spiele!

So geht‘s weiter

Für die Koke-Schützlinge stehen nun gleich zwei Auswärtsspiele auf dem Plan. Zunächst geht es am kommenden Freitag, 10. Februar, zum Knaller bei Eintracht Hagen. Anpfiff in der Enervie-Arena, Stadionstr. 21 in 58097 Hagen ist um 20 Uhr. Am darauf folgenden Samstag, 18. Februar, tritt der TSV bei der SG Langenfeld im Konrad-Adenauer-Gymnasium, Lindberghstraße, an. Anpfiff dort ist um 17:30 Uhr. Das nächste Heimspiel findet am Freitag, 3. März, um 20 Uhr im TSV Sportcenter gegen die SG Schalksmühle-Halver statt.

...noch ein Wort

Wir wünschen den erkrankten Spielern des TuS Volmetal gute & schnelle Genesung. Insbesondere Yannick Eckervogt und seiner Familie alle guten Wünsche. Pflaster

An dieser Stelle möchten wir auch Pascal Kern alles erdenklich Gute wünschen. Auf Anraten seiner Ärzte sagt Pascal Kern nach reiflicher Überlegung dem Leistungssport Ade. Pascal möchte gerne in Verbindung mit dem TSV bleiben. Wir sehen uns, Pascal! lächelnd

Alle Ergebnisse vom Wochenende

Samstag

  • TSV Bayer Dormagen – TuS Volmetal 35:33 (21:13)
  • TSV Bayer Dormagen 2 – TuS Derschlag 29:29 (12:13)
  • TSV Bayer Dormagen mC – Stolberger SV mC 38:34 (18:19)

Sonntag

  • TuS Ferndorf mA – TSV Bayer Dormagen mA 22:33 (11:15)
  • TSV Bayer Dormagen 3 – MTV Köln 1850 3 11:26 (6:13)
  • TSV Bayer Dormagen mB1 – HC Wölfe Nordrhein 29:19 (13:11)

Statistik:

TSV Bayer Dormagen - TuS Volmetal 35:33 (21:13)

Dormagen: Bartmann (1), Genz; Bettin (2), Pötzsch (2), Eisenkrätzer, I. Hüter (1), Kübler (7), Noll (16/5), P. Hüter, Brüren (5), Jagieniak, Morante Maldonado, Stutzke (1), Hüfken.

Volmetal: Kilfitt (1), Quick; Schliepkorte (1), Kowalski (3/3), Kaufmann (2), Kirsch (7), Dommermuth (5), Dominik Domaschk (2), Dennis Domaschk (4/1), Kersebaum (3), Herzog (5/2).

Schiedsrichter: Aniol/Gillmann.
Zuschauer: 847.
Zeitstrafen: 20:16 Minuten.
Siebenmeter: 5/5:6/8 (Herzog scheitert an Bartmann und Genz).
Spielfilm: 6:2 (10.), 12:4 (18.), 15:7 (23.), 19:10 (27.), 21:13 - 24:14 (34.), 28:19 (40.), 28:23 (46.), 31:23 (50.), 31:27 (54.), 34:30 (57.), 34:32, 35:33.

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