2. Handball-Bundesliga

Die Wiesel des TSV Bayer Dormagen

TSV ging gegen Bittenfeld am Ende die Puste aus

Uhr,  

Bittere Niederlage für den TSV Bayer Dormagen nach 52 minütigem Kampf auf Augenhöhe gegen den Tabellendritten TV Bittenfeld.
Leistungsstark mit 7 Toren von Rechtsaußen: Robin Doetsch

Der TSV lieferte 52 Minuten lang vor 1332 Zuschauern einen großen Kampf, holte zweimal einen Rückstand auf, führte zur Halbzeit mit 14:12. Am Ende jedoch verbrauchte die Aufholjagd zu viel Kraft. Das Ergebnis von 23:28 fiel letztlich zu hoch aus.

Keine guten Vorzeichen

Dennis Marquardt

Die Vorzeichen gegen Bittenfeld hätten wahrlich besser sein können, hätte Trainer Jörg Bohrmann über seinen kompletten Kader verfügen können. Peter Strosack ist wegen einem Kreuzbandanriss für zwei Monate außer Gefecht gesetzt, sein Pendant Robin Doetsch nun alleine gefordert. Dennis Marquardt, Bastien Arnaud und Frederic Rudloff sind noch nicht gänzlich fit und Marijan Basic hat immer noch mit der Einblutung im Oberschenkel zu kämpfen.

TSV gibt Gas

Alexander Kübler

Die ersten drei Tore für die Gastgeber fielen in der 1., 7. und 12. Minute, da stand es 3:5. Es war den Bohrmännern klar, dass alle fünf Minuten ein Tor zu werfen nicht reichen würde, um etwas Zählbares für sich verbuchen zu können. Sie gaben Gas und kämpften unermüdlich, brachten die Gäste aus Bittenfeld schließlich in arge Bedrängnis und aus dem Konzept, denn auf einmal war der Spieß umgedreht und es stand 12:9 (25. Min.). Zur Halbzeit war der TSV noch mit zwei Toren vorne und man trennte sich mit 14:12.

Von der Rolle...

Nejc Poklar

Robin Doetsch machte nach der Pause den ersten Treffer zum 15:12. Doch dann waren die Gastgeber von der Rolle, hielten die Absprachen mit dem Trainer nicht ein, es klappte nichts, niemand traute sich zu werfen. Es dauerte ganze acht Minuten bis schließlich Robin Doetsch (7) das nächste Tor warf – zum 16:17! Da hatte Bittenfeld in genau diesen acht Minuten fünf mal Sven Bartmann überwunden! Aber wer dachte, der TSV würde sich jetzt hängen lassen, der wurde eines besseren belehrt, zumindest kurzzeitig. Über ein 19:21 (45.) bis zum mehrfachen Gleichstand 21:21 (49.), 22:22 (51.) und 23:23 (52.) kämpften sich die Bohrmänner wieder heran.

Am Ende fehlten die Kräfte

Jó Gerrit Genz

Doch das 23. Tor in der 52. Minute, Schütze Alexander Kübler (2), sollte auch das letzte für den TSV sein. Da waren es bis zur Schlusssirene wiederum acht Minuten, in denen Bittenfeld wiederholt fünf Bälle nacheinander versenkte. Der großartige Kampf bis zur 52. Minute hatte die Gastgeber zu viel Energie und Kraft gekostet. Das Spiel ging 23:28 aus, in der Differenz sicher zwei oder drei Tore zu hoch. Am Ende gab es einen enttäuschten und angefressenen Jörg Bohrmann und eine Mannschaft, die niedergeschlagen und mit hängenden Köpfen ihre Runde vor dem Publikum drehte.

Wie geht es weiter?

Wichtig ist es, dass die Spieler diese Niederlage schnellstens wieder aus den Köpfen bekommen, denn die nächsten beiden großen Herausforderungen stehen bereits vor der Tür. Am kommenden Freitag tritt der TSV beim Spitzenreiter SC DHfK Leipzig an, und das nächste Heimspiel findet am Samstag, 14. März, um 19 Uhr gegen den EHV Aue (10. Tabellenplatz) im Sportcenter statt.

Es gilt immer noch das Motto: Knackt die 2.000! Sobald die magische Marke von 2.000 Zuschauern bei einem Heimspiel erreicht wird, verlost der TSV unter allen Besuchern einen Toyota Aygo sowie weitere attraktive Preise. Start war das erste Spiel der Rückrunde am 28.12.2014 gegen den TV 1893 Neuhausen, doch bis jetzt wurde die magische Zahl noch nicht erreicht. Ob neues Auto, Einkaufs- oder Reisegutschein sowie Dauerkarten für die nächste Saison - auf jeden der 20 Gewinner wartet ein hochwertiger Preis!

Also liebe Dormagener, Kölner, Neusser und Fans aus den umliegenden Orten – wir sehen uns am 14. März im Sportcenter, um diese klasse Mannschaft zu unterstützen!

Statistik:

TSV Bayer Dormagen - TV Bittenfeld 23:28 (14:12)

Dormagen: Bartmann, Jäger (ab 56.); Bettin (4), Genz (3), Plaz, Eisenkrätzer, Poklar (4/3), Doetsch (7), Kübler (2), Damm, Noll (2), Hüter, Marquardt (1), Arnaud.

Bittenfeld: Sdunek, Jerkovic; Schimmelbauer (4), Schöbinger (1), Kienzle, N. Kretschmer, Weiß (4), M. Schweikardt (8/3), Friedrich (5), M´Bengue (1), Baumgarten (1), Sundberg, Heib (1), F. Kretschmer (3).

Schiedsrichter: Kilp / Maier.
Zuschauer: 1332.
Zeitstrafen: 8:12 Minuten.
Siebenmeter: 3/4:3/4 (Poklar scheitert an Sdunek - Friedrich wirft an die Latte).
Spielfilm: 2:5 (11.), 5:7 (16.), 7:9 (20.), 12:9 (25.), 14:11, 14:12 - 15:12, 15:17, 18:19 (43.), 18:21 (44.), 21:21 (49.), 22:23, 23:23 (52.), 23:28.

Kommentare:

Kommentar von Skydreamer |

Ahoi hoi! Ein sehr netter Bericht! Fast schon zu nett! Aber der Reihe nach: Seit langem war ich mal wieder im Sportcenter und habe mir ein Spiel live ansehen können. Ich habe mir sogar den Luxus erlaubt, und habe mir eine Kombikarte gekauft - mit Zutritt zum Sportlertreff. Dieser Treff war vor dem Spiel von Karnevalisten "überfüllt" und man kam erst gar nicht richtig da rein. Eine sehr nette Dame hat mich dann kurz vor dem Spiel reingelassen, als ein wenig Platz war. Es gab unerwartet leckere Linsensuppe - doch die kleinen Brötchen - damit hätte man Nägel in die Wand klopfen können.

Zurück zum Spiel - ich selber war erstaunt, wie gut unsere Jungs gegen diese körperlich überlegende Mannschaft aus Bittenfeld mitgehalten hat - ja sogar von einem 8:9 auf ein 12:9 in Führung gegangen ist....und auch der Kraftakt auf das 22:22 bzw. letzter Gleichstand 23:23 war enorm positiv. Warum es letzten Endes nicht gereicht hat? Nun - da sind ja schon einige Faktoren angedeutet worden im Bericht...der Kader war nicht komplett und dadurch geschwächt...ok...aber hey, wenn die Jungs ein so tolles Spiel hinlegegen und sich nicht selber belohnen - und ja selber bestrafen in dem sie Bälle einfach weggeben - sei es durch Fehlpässe, technische Fehler oder gefühlte Lustwürfe...da kann ich unseren Trainer nach dem Spiel auf der kleinen Pressekonferenz zu 100% verstehen und bin da vollkommen mit Ihm einer Meinung! Jörg Bohrmann: "Ich bin maßlos enttäuscht. So ein Spiel müssen wir einfach mal gewinnen" und er führte auch Gründe auf, warum es nicht geklappt hat mit dem Sieg. Ich finde so kurz nach dem Spiel war es eine sehr gute Einschätzung. Die Leistung macht Mut - Mut auf den Klassenerhalt! Macht weiter so! Persönlich fand ich es sehr schön. mit einigen bekannten Gesichtern während und nach dem Spiel plaudern zu können! Vielleicht sieht man sich ja beim nächsten Heimspiel. Viele Grüsse

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