2. Handball-Bundesliga

Die Wiesel des TSV Bayer Dormagen

TSV in der Krise – Niederlage gegen SV Henstedt-Ulzburg

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Peter Strosack, Jó Gerrit Genz und Dennis Marquardt
Peter Strosack, Jó Gerrit Genz und Dennis Marquardt in der Abwehr.

Im Vierpunktespiel des TSV Bayer Dormagen gegen den SV Henstedt-Ulzburg sahen 1184 Zuschauer am gestrigen Sonntag im Sportcenter eine 23:30-Niederlage der Gastgeber. Neues Spiel – neue Hoffnung auf Punkte hatten Fans und Mannschaft bis zur 41. Minute. Doch auch im fünften von sechs Spielen innerhalb eines Monats gab es am Ende keinen Sieg und keine Punkte.

Was ist los mit der Mannschaft?

Jó Gerrit Genz

Sechs Spiele in vier Wochen, davon vier Auswärtsfahrten, sind ein hartes Programm und das fordert seinen Tribut. Körperlich & mental. Das haben andere Teams möglicherweise auch, ebenso die Verletzten-Seuche. Ein zunehmend ratloser Jörg Bohrmann hat in der Pressekonferenz gesagt, dass die Stimmung zwischen ihm und der Mannschaft und auch innerhalb des Teams gut sei. Das nehmen wir auch so an. Die junge und dezimierte Mannschaft hat gekämpft, an mangelnder Einstellung hat es nicht gelegen, sonst wären die Jungs nach fünf Toren Rückstand gar nicht bis zum 18:18 durch Dennis Marquardt (3) gekommen. Der hätte mit seiner kaputten Schulter gar nicht spielen dürfen, ebensowenig wie Sebastian Damm (6/3) mit seiner Knochenabsplitterung und lädierten Schulter. Jeder einzelne hat gekämpft, auch die Linkshänder Jó Gerrit Genz & Peter Strosack! Wer arbeitet, macht Fehler. Wer viel arbeitet, macht mehr Fehler – manchmal! Es entsteht so langsam der Eindruck, als würden Spieler und Trainer „allein gelassen“. Findet den Fehler!

Wie sieht die sportliche bzw. Vereins-Führung die Situation?

Peter Strosack

Die Herren Wierich & Barthel halten sich zur aktuellen Lage dezent im Hintergrund und lassen alles über den Trainer laufen. Die viel gepriesene & versprochene Transparenz des Vereins findet nicht statt, aber die Gerüchteküche brodelt schon wieder im Hintergrund (siehe z. B. Handballecke oder „Rheinischer Anzeiger vom 21. Oktober“)! Schön wäre es, wenn es mit den treuen Fans eine Kommunikation mit klaren Statements, z. B. über die finanzielle Situation, gäbe, das haben sich die Anhänger & Unterstützer des TSV wahrlich verdient.

Tagespresse

Dennis Marquardt

Eine hiesige Tageszeitung übt seit einigen Spielen Kritik an dem ein oder anderen Akteur, kritisiert vor allem wiederholt einen Spieler. Ein Fan beschrieb es in einem Kommentar so: „So wie das die Presse immer tut - wenn's gut läuft ist alles SUPER und wenn's mies läuft: DRAUF HAUEN!“ Wir wollen den Finger nicht in die Wunde legen, das schadet den Spielern mehr als dass es hilft. Wir lassen heute unsere Bilder für sich sprechen.

Ein paar Worte zu den Spieltags-Plakaten

Sebastian Damm

Es gibt ein paar Texte auf Spieltags-Plakaten, die in der Mehrzahl von Fans des TSV kritisiert wurden. Auch wir sind der Meinung, dass diverse Texte eher heikel sind und teilweise für Belustigung sorgen. Dabei ist das Plakat zum WHV-Spiel mit „Für den WHV ist hier Ebbe“ harmlos, Ebbe war für uns. „Schneller als die Zungen der Frösche“ war der TSV nicht und „Neuhausen lassen wir alt aussehen" aus 2014, war wohl nur irrtümlich beim Wiesel-TV zum Henstedt-Spiel gelandet, ist aber auch unter Umständen unpassend. In der aktuellen Situation sollte man sich mit solchen Sprüchen lieber zurück halten. Wir empfehlen den Verantwortlichen, die Textauswahl auf den Spieltags-Plakaten zu überdenken und zu ggf. zu ändern.

So geht’s weiter

Das nächste Spiel findet am Freitag, den 30. Oktober 2015 auswärts gegen den TuSEM Essen statt. Anpfiff ist um 19.30 Uhr im Sportpark Am Hallo, Ernestinenstr. 57 in 45141 Essen.

Wegen der Länderspielpause findet das nächste Heimspiel erst am Samstag, den14. November 2015 statt. Zu Gast beim TSV ist dann der TV 1893 Neuhausen. Die Partie wird um 19 Uhr angepfiffen.

Alle guten Wünsche für unsere Mannschaft – wir glauben an euch! Daumen hoch

Statistik:

TSV Bayer Dormagen – SV Henstedt-Ulzburg 23:30 (11:15)

Dormagen: Jäger, Bartmann; Bettin (2), JG Genz, Eisenkrätzer (2), Linnemannstöns (1), Doetsch (2), Kübler (4), Damm (6/3), Strosack, P. Hüter, Marquardt (3), Pinnonen (3).

Henstedt: Rundt, Peveling; Bitterlich, Sasse (1), Kibat (7/5), Eggert (1), Lauenroth (4), Völzke (9), Stefan (3), Lange, Schulze (4), Laursen (1).

Schiedsrichter: Lier/Lier.
Zuschauer: 1184.
Zeitstrafen: 6:6 Minuten (Genz/zweimal, Marquardt – Bitterlich, Kibat, Schulze).
Siebenmeter: 3/5:5/6 (Rundt und Peveling halten gegen Damm – Bitterlich scheitert an Bartmann).
Spielfilm: 3:4, 4:9 (12.), 7:10 (17.), 7:13 (21.), 9:15, 11:15 – 16:17 (39.), 18:18 (41.), 18:21, 20:22, 21:27, 23:27, 23:30.

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