3. Handball-Liga (West)

Die Wiesel des TSV Bayer Dormagen

TSV lässt gegen Longericher SC Chance zum Aufstieg liegen

Uhr,  

Rückraumspieler Julian Köster
Julian Köster greift an.

Da stand sich der TSV Bayer Dormagen am Freitagabend gegen den Gastgeber Longericher SC selbst im Weg! In einer sehr turbulenten Begegnung, die so manchen Aufreger mit sich brachte, ging es vor 500 Zuschauern in der überhitzten „LSC Arena“ mit vielen Emotionen hoch her. Für den TSV würde mit einem Sieg immerhin der vorzeitige Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga feststehen, doch dieses „Fest“ wollte Longerich um jeden Preis vermeiden und das haben sie mit ihrem 28:27-Sieg auch geschafft. Dabei hatten die Wiesel genug Chancen, die sie jedoch nicht nutzen konnten.

TSV findet nicht in sein Spiel

Linkshänder Kevin-Christopher Brüren an der Siebenmeter-Linie.

Große Spannung in der Sauna-Halle: Die 200 mitgereisten Fans des TSV waren von Beginn an voll dabei, die Männer um Trainer Ulli Kriebel zu unterstützen und nach vorne zu peitschen, so war der Plan. Das erste Tor erzielte Kevin-Christopher Brüren (5/3) per Siebenmeter für die Gäste. Die Teams waren nervös, agierten überhastet und Fehler ließen auf beiden Seiten nicht lange auf sich warten. Longerich legte vor, Dormagen zog über K. C. Brüren zum 3:4 (9. Minute) nach. Dann kam der erste nicht verwandelte Siebener, drei Minuten später ein weiterer, da gelang Tim Wieling glücklicherweise der Nachwurf. Doch da sollten sich noch ein paar dazu gesellen. In der 13. Minute konnten die Gäste noch einmal mit 4:5 durch Tim Wieling in Führung gehen. Doch die Gastgeber hatten sich so einiges einfallen lassen, um den Spielaufbau der Wiesel zu stören. So wurde Lukas Stutzke von Benjamin (Benni) Richter (7), der ab der Saison 2018/19 für den TSV aufläuft, praktisch „kalt“ gestellt, mit drei Toren lag der mit 156 (Schnitt 5,57) Treffern beste Feldtorschütze des TSV unter seinen Möglichkeiten. Dann machte sich natürlich auch der verletzungsbedingte Ausfall von Eloy Morante Maldonado bemerkbar. Inzwischen hatten die Gastgeber einen ordentlichen Zahn zugelegt und in Nils Thorben Schmidt (15 Paraden) einen sehr gut aufgelegten Schlussmann im Tor. Joshua Reuland, der ebenfalls in der neuen Saison zum TSV stößt, zeigte seine fünf Tore in der ersten Halbzeit und lässt, genau wie Richter, seine Qualitäten erahnen. Zum Pausenpfiff zeigte die Anzeigentafel 15:10.

Aufstieg verschoben – nicht aufgehoben!

Junioren-Nationalspieler Lukas Stutzke in Aktion.

In der zweiten Spielhälfte wurde es hektisch, Fouls wurden nicht geahndet, Angriffe und Tore abgepfiffen. Longerich drehte weiter auf, der TSV hatte zunächst nicht viel entgegen zu setzen. Matthias Peters (3) erhöhte schließlich auf 19:12, sieben Tore Differenz schienen nun für die Gäste unaufholbar. Ulli Kriebel reagierte und beorderte Janis Boieck ins Tor, Peer Pütz (2) auf Linksaußen und den gerade mal 18-jährigen Rückraumer Julian Köster (2) auf die Platte. In den folgenden Minuten traf Köster zweimal und der an die kurze Leine genommene Lukas Stutzke legte dazwischen all seinen Frust in einen unhaltbaren Wurf zum 19:14. Dennis Mestrum (4) erhöhte auf 21:15 (40. Min.), für fast 10 Minuten das letzte Tor für das Team von Christian Stark. Dann starteten die Wiesel mit einem 6:0-Lauf ihre Aufholjagd bis zum 21:21. Da war sie wieder, die Chance, das Ding doch noch hinzubiegen und den Aufstieg schon klar zu machen. Bis zur 54. Minute legte der LSC erneut vor, der TSV zog nach, doch dann wieder ein misslungener Siebener, der fünfte von insgesamt zehn, und da lagen wieder zwei Tore dazwischen. Am Ende verlor der TSV mit 27:28 verdient gegen abgezocktere Longericher. Aufstieg verschoben – nicht aufgehoben. Vielleicht am kommenden Wochenende beim ATSV Habenhausen!

So geht‘s weiter

Das letzte Auswärtsspiel der Saison wird am kommenden Samstag, den 28. April 2018, in der Hinni-Schwenker-Halle in Bremen gegen den ATSV Habenhausen stattfinden. Angepfiffen wird die Partie um 16:30 Uhr von den Unparteiischen Tobias Bunselmeyer und Jacques Roux. Es werden sich nach unserer Information nicht gerade wenige Fans auf den Weg nach Bremen machen, um die Wiesel zu unterstützen!

Wir wünschen unserem Team in Bremen viel Erfolg und ein Quäntchen Glück! Engel

Statistik:

Longericher SC - TSV Bayer Dormagen 28:27 (15:10)

Longerich: Schmidt (15 Paraden), Beutner (bei einem 7m, 1 P.); Peters (3), Thöne (1), Wilhelm (2), Reuland (5), Richter (7/3), Mestrum (4), Schlösser (4), Wolf (2), Böing (n.e.), Dahlke.

Dormagen: Bartmann (4 Paraden), Boieck (ab 35., 3 P.); Pütz (2), Eggert (1), Köster (2), I. Hüter (2), Kübler (2), Pyszora (n.e.), P. Hüter (1), Brüren (4/2), Jagieniak (1), Stutzke (3), Hartmann (n.e.), Wieling (9/3).

Schiedsrichter: Hellbusch / Jansen.
Zuschauer: 500.
Zeitstrafen: 10:6 Minuten.
Siebenmeter: 3/3:5/10 (Brüren wirft an den Pfosten und scheitert an Schmidt und Beutner, Schmidt hält zweimal gegen Wieling).
Spielfilm: 4:5 (13.), 8:5 (17.), 10:6 (22.), 10:8, 12:8, 15:10 - 17:11, 19:12, 21:15 (41.), 21:21 (48.), 23:23, 26:25, 28:26, 28:27.

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