2. Handball-Bundesliga

Die Wiesel des TSV Bayer Dormagen

TSV liefert gegen ThSV Eisenach großartigen Kampf!

Uhr,  

Robin Doetsch
Robin Doetsch (4/3) verwandelte alle Siebenmeter gegen Eisenach.

Vor dem Saisonrekord von 1871 Zuschauern zeigte der TSV Bayer Dormagen im Sportcenter einen großartigen Kampf gegen den ThSV Eisenach! Es war trotz 24:27-Niederlage für den TSV ein fantastischer Handballabend, spitzenmäßige Stimmung und beste Werbung für diesen tollen Mannschaftssport!

David vs. Goliath

Velimir Petkovic

Im Kräftemessen zwischen dem TSV und dem ThSV ging es um den Klassenerhalt für den einen und den Aufstieg in die 1. Handball-Bundesliga für den anderen. Wer erwartet hatte, dass nach einem Blick auf die Tabelle der TSV den Thüringern hoffnungslos unterlegen sei, sah sich eines besseren belehrt. Man könnte auch sagen, dass David als 16. der Tabelle gegen Goliath, den Tabellenzweiten, kämpfte und sich durchaus Chancen auf einen möglichen Sieg oder ein Unentschieden erspielte. Doch Velimir Petkovic hatte seine Spieler wieder auf Vordermann gebracht und peilte mit einem Sieg in Dormagen einen weiteren Schritt Richtung Aufstieg in die 1. Handball-Bundesliga an.

Klassenerhalt vs. Aufstieg

Pascal Noll

Von Beginn an war der TSV hellwach, bereit, in der guten Form vom Nordhorn-Spiel auch daheim alle Kräfte aufzubieten und das Sportcenter zu einer uneinnehmbaren Festung für den ThSV zu machen. Tobias Plaz (2) eröffnete den Torreigen mit seinem 1:0 in der 2. Minute, es folgte das 2:1 durch den wie immer wieselflinken Pascal „Pasi“ Noll (4. Min.), der in der ersten Spielhälfte vier seiner fünf Treffer erzielte. Anschließend übernahmen die Schützlinge von Velimir Petkovic die Führung, doch mehr als auf drei Tore Vorsprung konnte sich der Gegner nicht absetzen, dafür funktionierte Dormagens Abwehrbollwerk zu gut. Immer wieder kam der TSV bis auf ein Tor heran, zuletzt durch Pasi Noll in der 29. Minute beim 13:14. Und das, trotzdem die beiden Unparteiischen Dedens und Geckert aus Magdeburg (!) eine merkwürdige Regel-Auslegung bei Schrittfehlern vertraten und auch andere seltsame Entscheidungen fällten. Eine Bevorzugung der Heimmannschaft konnte ihnen wahrlich nicht im entferntesten nachgesagt werden. Zum Pausenpfiff trennte man sich mit einem 13:15.

Großartiger Kampf der Bohrmänner

Jó Gerrit Genz

In der zweiten Halbzeit kam noch mehr Spannung und Dramatik ins Spiel, der TSV nahm den Kampf um alles an. Als in der 37. Minute Maximilian-Leon Bettin (5), kurz Max Bettin, den ersten Ausgleich (16:16) erzielte, gerieten die begeisterten Zuschauer vollends aus dem Häuschen. Die Teams versuchten gegenseitig die Fehler des anderen zu nutzen, schließlich wollten auch beide den Sieg. Beim nächsten Ausgleich traf Gerrit Genz zum 17:17 und Robin Doetsch (4/3) per Siebenmeter zum letzten Gleichstand, dem 18:18 (40. Min.). Am Ende schwanden dem TSV ein wenig die Kräfte, ein bisschen Pech kam dazu, Sebastian Damm's Wurf traf nur den Pfosten. Doetsch und Noll mit je einem und Bettin mit drei Toren in Folge blieben bis zum 23:24 (54. Min.) dicht dran, doch dann zog Eisenach unerbittlich auf 23:27 davon. Den letzten Treffer erzielte Alexander Kübler (3) in der 60. Minute zum Endstand 24:27. Ein großartiger Kampf der Bohrmänner wurde nicht mit Punkten belohnt, einer wäre mindestens verdient gewesen. Die Dormagener Zuschauer jedoch feierten ihre Mannschaft für ihren unermüdlichen Einsatz und die leidenschaftliche Auseinandersetzung auf der Platte als moralischen Sieger, der zu keinem Zeitpunkt aufgesteckt hatte.

Stand der Dinge

Jörg Bohrmann

Das Team um Velimir Petkovic hat durch den Sieg gegen Dormagen seinen Tabellenplatz gefestigt und kann mit einem weiteren Sieg in der kommenden Woche gegen Baunatal den Aufstieg feiern. Der TSV bleibt auf dem ersten Nichtabstiegsplatz (16.) vor Saarlouis, da er das um zwei Treffer bessere Torverhältnis von -79 zu -81 aufweist. Petkovic musste denn auch zugeben, dass der TSV es ihnen sehr schwer gemacht habe. Eisenach musste alle verfügbaren Mittel und Kräfte gegen die Dormagener einsetzen, um zu diesem Arbeitssieg zu kommen. Und Trainer Jörg Bohrmann war ein klein wenig stolz auf seine Jungs, schließlich hat man knapp gegen keinen geringeren als den Tabellenzweiten und Aufstiegsanwärter Eisenach verloren.

So geht’s weiter

Am Sonntag, 31. Mai, um 17 Uhr spielt der TSV auswärts in Hildesheim. Dank der Unterstützung durch die Firma EMS Internationale Spedition Dormagen GmbH Daumen hoch fährt auch hier ein für Fans kostenfreier „Wiesel-Bus“. Der Bus hat 50 Plätze. Gestartet wird um 11.30 Uhr am Schützenplatz in Dormagen. Ticketpreise Sitzplatz in Hildesheim: Erwachsene 17 Euro, ermäßigte Karten 15 Euro, Studenten, Schüler über 18 Jahre: 8 Euro, Jugendliche 15-17 Jahre: 6 Euro, Kinder 6-14 Jahre: 4 Euro. Anmeldungen sind möglich per Mail: info@handball-dormagen.de
oder telefonisch: 02133-515082 (Infos TSV Bayer Dormagen).

Das letzte Spiel der Saison 2014/2015 wird am Sonntag, 7. Juni um 17 Uhr im Sportcenter angepfiffen. Gegner ist der TV Großwallstadt, der aktuell keine Lizenz für die neue Spielzeit erhalten hat. Die Mannschaft wird alles daransetzen, in Hildesheim und zuhause gegen den TVG Punkte einzufahren.

Letztendlich wollen wir den Klassenerhalt sportlich schaffen - das wäre der größte Lohn für Mannschaft, Trainer & Fans!

Danke Jungs für euren großartigen Kampf! lächelnd

Statistik:

TSV Bayer Dormagen – ThSV Eisenach 24:27 (13:15)

Dormagen: Bartmann, Jäger; Bettin (5), Genz (3), Plaz (2), Eisenkrätzer, Poklar (1), Doetsch (4/3), Kübler (3), Damm, Hüter, Noll (5), Marquardt, Basic (1).

Eisenach: Gorobtschuk, Matosevic; Elisson (11/4), Wöhler, Jurdzs (6), Jonsson, Luther (1), Jaanimaa (7), Forstbauer, Schliedermann (1), Hansen, Heinemann (1), Lilienfelds, Koloper.

Schiedsrichter: Dedens / Geckert (Magdeburg).
Zuschauer: 1871.
Zeitstrafen: 12:8 Minuten.
Siebenmeter: 3/3:4/4.
Spielfilm: 1:0, 3:5, 4:7, 7:8, 8:11, 10:11, 10:13, 13:14, 13:15 – 13:16, 16:16 (37.), 18:18, 18:20,22:23, 23:24, 23:26 (55.), 24:27.

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