3. Handball-Liga (West)

Die Wiesel des TSV Bayer Dormagen

Wiesel auch gegen TV Korschenbroich mit 30:27 im Glück

Uhr, Elvira & Sebastian Seidel  

Fredrik Genz
Fredrik Genz wehrte zwei Strafwürfe ab.

Der TSV Bayer Dormagen (4. Platz) ging am Freitagabend gegen den TV Korschenbroich (11. Platz) als klarer Favorit ins Rennen. Doch das Lokalderby ging schon direkt anders los, als es sich die Gastgeber vorgestellt hatten. Die ersten beiden Tore waren Siebenmeter, verwandelt von Max Zimmermann (5) und eine Minute später traf auch Maximilian-Leon Bettin (12/3) per Strafwurf zum 1:1. Die Korschenbroicher spielten vor einer Kulisse von 1024 Zuschauern fortan frech auf, legten jeweils vor, so dass sich manch einer verwundert die Augen rieb.

TVK überrascht Favoriten 20 Minuten lang

Maximilian-Leon Bettin

Die Gäste waren sehr gut eingespielt, agierten clever und flink mit dem siebten Feldspieler und überrumpelten die Wiesel ein übers andere Mal. Damit kamen die Koke-Schützlinge nicht zurecht und so stand es in der 9. Minute durch zwei Treffer von Aaron Jennes (3) und Dennis Backhaus (3) gar 4:7. Auch Ballverluste des TSV bestrafte der TVK postwendend, so traf Justin Müller (2) zum 6:9 (13. Minute). Der Dormagener Coach schickte Fredrik Genz für Sven Bartmann zwischen die Pfosten, doch Henrik Schiffmann (6) und Max Zimmermann wurden immer wieder klug angespielt und tankten sich durch die Dormagener Abwehr zum Torerfolg. In der 19. Minute nahm Alex Koke eine Auszeit und gab seinem Team Anweisungen, die alsbald fruchten sollten. Patrick Hüter (2) musste binnen fünf Minuten zweimal wegen zu viel Körperkontakt auf die Bank, dabei ist es verdammt schwer, das richtige Maß zu finden, und wo die beiden (unauffälligen) Schiedsrichter Jannik Otto und Sebastian Siebert die Grenze sehen, weiß man auch nicht. Korschenbroichs Justin Müller knickte unglücklich um und zog sich eine Verletzung am Fuß zu, die ein Weiterspielen nicht zuließ. Das schwächte den TVK, zumal die Kräfte nachließen. Da stand es 11:11 (21. Min.) und der Gleichstand hatte Signalwirkung auf das TSV-Team. Die Abstimmung lief besser, die Mannschaft spielte konzentrierter, es folgte die erste Führung zum 12:11 durch Max Bettin. Der hatte sich mit bislang fünf Treffern warm geworfen, lief innerhalb von zehn Minuten zu Höchstform auf und schmetterte bis zur Pause noch einmal fünf Bälle in den gegnerischen Kasten. Mit 8 zu 3 Toren in den letzten 10 Minuten hatte der TSV einen Lauf und verabschiedete sich unter dem Applaus der Zuschauer zum Pausentee mit einem komfortablen 19:15.

TVK kämpft, doch die Punkte bleiben im Sportcenter

Pascal Noll

Der Rest ist schnell erzählt. Das Team von Ronny Rogawska kämpfte unermüdlich weiter, doch die Gastgeber waren auf der Hut. Während Max Bettin eine kleine Pause gegönnt wurde, sorgten seine Kollegen für Tore: „Flügelflitzer“ Pascal Noll (7), Patrick Hüter (2), Eloy Morante Maldonado (5) und Ian Hüter (3). Seinen umjubelten ersten Torerfolg nach langer Verletzungspause konnte Frederik Spinner feiern. Auch im Kasten tat sich einiges, Fredrik Genz zeigte neben normalen Paraden gleich zweimal, dass er ein gutes Gespür für Siebenmeter hat: Die Strafwürfe von Max Zimmermann (44. Min.) und von Peer Pütz (57. Min.) wehrte Genz sicher ab. Peer Pütz (5) (Co-Trainer der TSV A-Jugendbundesliga), Jan Jagieniak (1) und der erkrankte Max Jäger (beide Ehemalige des TSV) sind seit dieser Saison beim TV Korschenbroich unter Vertrag. Pascal Noll lieferte das wohl spektakulärste Tor zum 22:17, indem er waagerecht in den Kreis flog und das Leder sicher in die Maschen setzte. Aber auch der schönste Treffer gelang „Pasi“ Pascal Noll, nachdem der letzte von fünf traumsicheren Pässen bei ihm landete, vollstreckte er zum 27:21 in der 51. Minute. Am Ende stand ein 30:27-Sieg für den TSV, dem auch dieses Mal keine Humba folgte. Vielleicht, wenn die Wiesel wieder ein schönes Spiel mit einem sicheren Sieg einfahren. Der TV Korschenbroich braucht sich jedenfalls nicht zu verstecken, das Team von Ronny Rogawska hat zu keiner Zeit aufgesteckt und bis zum Ende gekämpft.

Wir wünschen Justin Müller gute Besserung! Pflaster

Julian Mumme wechselt zum TV Korschenbroich

Julian Mumme

Der TV Korschenbroich gab Ende der Woche bekannt, dass Rückraumspieler Julian Mumme ab der Spielzeit 2017/18 für das Team von Ronny Rogawska auflaufen wird. Mumme, eigentlich beim TSV Bayer Dormagen unter Vertrag, wurde im November letzten Jahres an dessen Heimatverein TV Aldekerk (Nordrheinliga) ausgeliehen, um weiterhin genügend Spielpraxis genießen zu können. Dabei hatte sich der 1,85m große Cousin von Nationalspieler Julius Kühn schon während seiner Zeit in der Jugend-Bundesliga und später in der 2. Handball-Bundesliga als klug agierender Regisseur in der Rückraum-Mitte bewiesen, kam zuletzt jedoch aufgrund des üppigen Kaders des Dormagener Drittliga-Teams etwas zu kurz. Für Julian ist der Wechsel zum Kooperationspartner des TSV Bayer Dormagen der nächste Checkpoint seiner Karriere: „Ich möchte natürlich den nächsten Schritt in meiner Entwicklung machen. Die Gespräche mit dem TV Korschenbroich waren sehr gut. Das Konzept, was mir Kai Faltin und Ronny Rogawska vorgestellt haben, hat mich überzeugt. Ich freue mich darauf, dass ich Teil dieser neuen Mannschaft sein darf und dass der Verein auf junge, hungrige Spieler setzt“, wird der 19-jährige in der Pressemitteilung des TV Korschenbroich zitiert.

Wird sind uns sicher, lieber Julian, dass du deinen Weg im Handball machen wirst, wenn auch leider nicht mehr hier in Dormagen, und wünschen dir ganz viel Erfolg für deine sportliche Zukunft! lächelnd

So geht‘s weiter

Das nächste Spiel (25. Spieltag) bestreitet der TSV auswärts am Freitag, dem 24.03.2017, beim Leichlinger TV. Anpfiff im Smidt Forum, Am Hammer in 42799 Leichlingen, ist um 20:00 Uhr. Es folgt das nächste Heimspiel (26. Spieltag) am Samstag, dem 01.04.2017, um 19:00 Uhr. Zu Gast ist dann die HSG Krefeld.

Weitere Ergebnisse vom Wochenende

Samstag

  • TSV Bayer Dormagen 3 - TuS Ehrenfeld 65 26:21 (14:15)
  • Bergischer HC mB - TSV Bayer Dormagen mB 21:18 (12:8)

Sonntag

  • JSG NSM-Nettelstedt mA - TSV Bayer Dormagen mA 27:34 (10:14)
  • 1. Finale: VfL Gummersbach mC - TSV Bayer Dormagen mC 22:19 (11:10)

Statistik:

TSV Bayer Dormagen - TV Korschenbroich 30:27 (19:14)

Dormagen: Bartmann (1 Parade), Genz (ab 14., 8 Paraden); Pötzsch, Eisenkrätzer, I. Hüter (3), Kübler, Noll (7), P. Hüter (2), Bettin (12/3), Morante Maldonado (5), Hüfken, Andrejew, Spinner (1).

Korschenbroich: Krüger (14 Paraden), Vitz (n.e.); Schiffmann (6), Backhaus (3), Stassen, Pütz (5/1), Jennes (3), Brinkhues (2), Jagieniak (1), Müller (2), Zimmermann (5/2), Meyers.

Schiedsrichter: Jannik Otto / Sebastian Siebert.
Zuschauer: 1024.
Zeitstrafen: 12:10 Minuten.
Siebenmeter: 3/5:3/5 (Bettin wirft an den Pfosten, Krüger hält gegen Noll, der mit dem Nachwurf erfolgreich ist - Zimmermann und Pütz scheitern an Genz).
Spielfilm: 4:7 (9.), 8:9 (16.), 9:11 (17.), 13:11 (23.), 15:12, 16:14, 19:14 - 19:16, 23:17 (41.), 23:20 (46.), 27:21 (51.), 28:24, 30:24 (59.), 30:27.

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